Manchmal möchte man bei der Artikelübersicht in WordPress (wenn z.B. jemand auf eine Kategorie klickt) der Übersicht halber nicht den ganzen Text eines Artikels darstellen, weil er einfach zu lang ist.

WordPress bietet in seinem Editor die Möglichkeit einen kleinen Programmcode einzufügen indem man auf den Button “more” klickt:

Folgender Text wird eingefügt:

Wenn man sich dann den Artikel in der Artikelübersicht anschaut, wird nur der Text bis zu diesem Code angezeigt und dann kommt ein Link, der so aussieht:

“Continue reading”? Der Text soll aber in Deutsch dargestellt werden!

Ich habe nun den ganzen Nachmittag nach einer Lösung gesucht. Grundsätzlich bietet WordPress die Möglichkeit, eine deutsche Seite darzustellen. Dieser Blog ist ja auch in Deutsch. Es hakt, so weit ich sehen kann, nur an dieser Stelle mit der Übersetzung. Ich habe mir nun alle Übersetzungsdateien angeschaut, sowohl die von WordPress an sich und die meines Themes (Suffusion), aber keine Möglichkeit gefunden, diesen Text ins Deutsche zu übersetzen.

Eine Möglichkeit wäre, den Text im Programmcode zu übersetzen. Aber das ist nicht optimal, denn bei jedem Programmupgrade wird die Übersetzung dann wieder überschrieben. Schließlich fand ich auf http://codex.wordpress.org/Customizing_the_Read_More eine Lösung.

Man kann diesen Code

ganz einfach mit dem gewünschten Wortlaut ergänzen:

Und schon wird in der Artikelübersicht anstatt “Continue reading” der deutsche Text dargestellt:

Das finde ich im Gegensatz zu einer festverdrahteten Übersetzung in einer Sprachdatei eine wunderbar flexible Methode.

 

Springbok Kitchen

Das folgende Rezept aus “Springbok Kitchen” ist André Jouberts Cheesecake. André Joubert war von 1989-1997 der Fullback der Springbokke, gehörte zu den Rugby World Cup-Gewinnern von 1995 und hat 258 Punkte in 49 Spielen für Südafrika erzielt.

Das Rezept ist ein wenig komplizierter als das Lammkeulen-Rezept, da einige Zutaten nicht in typischen deutschen Supermärkten und Lebensmittelläden verfügbar ist.

Zutaten

Keksboden

1 Päckchen (200g) Tennis-Kekse, zu Krümeln zerstoßen
80ml geschmolzene Butter

Füllung

1 Dose (385g) süße kondensierte Milch
250 g cremiger Hüttenkäse
60 ml Zitronensaft
Erdbeeren, Kiwis, Granadila oder andere Früchte

Das Problem mit den Zutaten ist dreifach:

  1. Tennis-Kekse sind in Deutschland unbekannt
  2. Es gibt keine süße Kondensmilch in Dosen
  3. Hüttenkäse ist in Deutschland meistens nur in gekörnter Form erhältlich

Tennis-Kekse und süße Kondensmilch sind im südlichen Afrika Grundnahrungsmittel und in jedem noch so abgelegenen Farmstore zu kaufen. In Deutschland hat man vor allem mit den Tenniskeksen ein Problem. Wir haben mal Vollkornbutterkekse als Ersatz versucht und das Ergebnis war akzeptabel, aber eben nicht wie mit Tennis-Keksen.

Mit süßer Kondensmilch wird ein Produkt wie “Milchmädchen” gemeint. Milchmädchen kann man bei Amazon kaufen. Hier ist der Link:

Beides, Tennis-Kekse und süße Kondensmilch kann man aber auch bei SA Goodies kaufen.

Gekörnter Hüttenkäse sollte man mit einem Pürierstab oder ähnlichen zu einer cremigen Masse verarbeiten. Wahrscheinlich kann man auch Philadelphia benutzen, aber das haben wir noch nie ausprobiert.

Zubereitung:

Erhitze den Ofen auf 180°C vor.
Vermische die zerstoßenen Kekskrümel mit der geschmolzenen Butter und drücke sie auf den Boden und an den Seiten einer Springform oder ähnlichen Form mit einem Durchmesser von 20 cm.
Vermische die Kondensmilch, Hüttenkäse und Zitronensaft und schütte es auf den Keksboden.
Stelle die Form mit den Kuchen in den Ofen und schalte den Ofen ab. Lasse den Kuchen für 30 Minuten im Backofen.
Wenn der Kuchen abgekühlt ist, tue ihn in den Kühlschrank.
Dekoriere ihn mit Früchten.

Dieser Cheesecake ist sehr mächtig, aber sooooo lecker!

Das Buch:
Springbok Kitchen : Celebrating the Love of Food, Family and Rugby / compiled by Duane Heath; photography by Warren Heath. – Cape Town : Struik Lifestyle, 2011. – ISBN 978-1-77007-896-3 (print)

Website des Herausgebers: Struik Lifestyle

 

Springbok Kitchen

Ich bin ein Rugby-Fan und die Springbokke, die Mannschaft Südafrikas, sind meine Mannschaft. Bei unserem letzten Urlaub in Namibia wurde uns von sehr lieben Menschen das Buch “Springbok Kitchen : Celebrating the Love of Food, Family and Rugby” geschenkt. Ein tolles Buch, mit tollen Rezepten und wunderbaren Fotos, das leider nicht über Amazon verfügbar ist. Zwei dieser Rezepte möchte ich hier posten.

Da ist zuerst Schalk Burgers Leg of Lamb. Schalk Burger ist ein Springbok Flanker, spielt für die Stormers und Western Province und war 2004 der IRB Spieler des Jahres. Sein Rezept für Lammkeule ist Slow Food, denn die Keule ist 8-12 Stunden im Backofen. Die türkischen Hausfrauen beim Metzger, wo unsere Keule gekauft wurde, meinten, dass das viel zu lange ist, aber die Realität ist, dass die Lammkeule trotz langen Aufenthaltes im Backofen wunderbar zart und saftig ist.

Zutaten

2 kg Lammkeule (mit Knochen drin)
125 g Bacon, in Stücke geschnitten
3 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
250 ml Wasser
Salz, frisch gemahlener Pfeffer und Kräuter (z.B. Rosmarin, Thymian, Kräuter der Provence)
1 EL Maizena
125 ml Wasser

Zubereitung

Den Ofen auf 100°C vorwärmen.
Mache etwa 2 cm tiefe Einschnitte überall im Fleisch. Nehme Baconstücke und Knoblauchscheiben und schiebe sie in die Einschnitte.
Schütte 250 ml Wasser in eine Kasserole.
Lege das Fleisch in die Kasserole und bestreue es mit Salz, Pfeffer und Kräuter.
Bedecke die Kasserole mit einem Deckel oder Alufolie und backe die Keule für 8-12 Stunden. (Wir haben sie 7-8 Stunden im Ofen gehabt und sie war wunderbar).
Schütte die Flüssigkeit aus der Kasserole in einen Topf. Mische das Maizena mit 125 ml Wasser und füge es der Bratenflüssigkeit hinzu. Bringe die Sauce zum Kochen und rühre, bis sie dick wird. Die Sauce wird getrennt von dem Fleisch serviert.
Wenn gewünscht, kann man das Fleisch für ein paar Minuten unter dem Grill legen, damit es crispy wird. Das war bei uns nicht nötig.

Traditionell isst man im südlichen Afrika zur Lammkeule Reis und Gemüse, am besten gekochter Kürbis oder ähnliches.

Für sechs Personen.

Das Buch:
Springbok Kitchen : Celebrating the Love of Food, Family and Rugby / compiled by Duane Heath; photography by Warren Heath. – Cape Town : Struik Lifestyle, 2011. – ISBN 978-1-77007-896-3 (print)

Website des Herausgebers: Struik Lifestyle

 

DVD-Cover von Die Gräfin

Dieser Film erzählt die wahre Geschichte von Erzsébet Báthory, die in die Geschichte als “Blutgräfin” einging und die Grundlage von Vampirlegenden bildet. So stellt Raymond McNally die These auf, dass Dracula eigentlich eine Frau gewesen war, und zwar Erzsébet Báthory.

Erzsébet war eine reiche, mächtige Witwe – für manche in Ungarn zu reich und zu mächtig. Ihr verstorbener Mann hatte nicht nur den habsburger König Matthias ziemlich respektlos behandelt; der König hatte auch sehr hohe Schulden bei ihm, und nach seinem Tod, bei seiner Frau. Außerdem war sie intelligent und schön und eben eine Frau, die schon wegen ihres Geschlechts nicht so ganz in die Machtstrukturen passte. Dazu kam, dass sie eine Protestantin war, die deshalb von der katholischen Kirche nicht unbedingt wohl gelitten war.

Sie wurde von ihrer Mutter zur Härte und Grausamkeit erzogen. Als sie ein Kind von einem Jungen im Dorf erwartet, muss sie bei dessen qualvollen Hinrichtung zuschauen. Nach der Geburt des Kindes wurde es ihr weggenommen. Allerdings ging der Adel dieser Zeit nicht gerade zimperlich mit den Untergebenen um, so dass man diesen Charakterzug nicht nur ihr, sondern vielen ihres gleichen zuschreiben kann.

Als 39-jährige verliebt sie sich in den 21 Jahre alten István Thurzó, der Sohn des Grafen György Thurzó. István, der ein sensibler Romantiker ist, und mit den Machtspielen seines Vaters nicht viel anfangen kann, erwiedert ihre Liebe. Sein Vater zwingt ihn aber, sich von Erzsébet fernzuhalten und eine dänische Kaufmannstochter zu heiraten. Alle Briefe, die er Erzsébet schreibt, werden abgefangen.

Erzsébet wartet lange auf ihn. Ihre größte Angst ist, dass er sie wegen ihres Alters nicht lieben könnte. Eines Tages kommt ihr die Idee, dass das Blut einer Jungfrau sie jung halten könnte und das Grauen nimmt einen Anfang.

György Thurzó und König Matthias benutzen diese Geschehnisse als Vorwand, Erzsébet loszuwerden. Obwohl es wohl stimmt, dass sie Jungfrauen wegen ihres Blutes hat umbringen lassen, werden ihre Taten aufgebauscht. Am Ende wird sie zur Haft auf ihrer Burg verurteilt, wo sie ein paar Jahre später stirbt.

Es gibt zwei Thesen zu Erzsébet Báthory:

  1. Dass sie schuldig ist und wegen ihrer Eitelkeit hunderte von Jungfrauen umbringen ließ.
  2. Dass sie unschuldig ist und dass ihr diese Geschichten angedichtet wurden um sie, die so viel Macht und Geld hatte, zu vernichten.

Der Film geht eine Gratwanderung zwischen diesen Extremen und zeigt, die Graustufen, die zwischen diesem Schwarz-Weiß stehen. Die Charaktäre, vor allem der von Erzsébet Báthory sind vielschichtig. Ja, sie war grausam und rücksichtsvoll aber ja, sie konnte auch sehr liebevoll und zärtlich sein. So wird man hin- und hergerissen zwischen Verstehen, wie es so weit kommen konnte und Entsetzen, dass es so weit kam. Was die Wahrheit am Ende war, werden wir nie wissen, denn wie es auch in dem Film gesagt wird: Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben und Erzsébet Báthory war die Verliererin. Wer aber waren die Sieger, die die Geschichte schrieben? Barbarische Kämpfer, verrückte Könige und gierige Verräter, die oft nicht minder grausam als die Gräfin waren und sind.

Was ich sehr gut finde ist, dass der Film nie ins Horror- und Splattermäßige abgleitet. Das Grausame wird eher angedeutet und es ist der Phantasie des Zuschauers überlassen, die Lücken zu füllen.

Man kann nun sagen: das war vor vierhundert Jahren, die Menschen wussten es damals nicht besser (z.B. dass das Blut von Jungfrauen nicht schön macht) – aber der Film spricht durchaus aktuelle Themen an, z.B. den Platz der Frau in der Gesellschaft. Auch heute noch haben es mächtige, reiche und schöne Frauen schwer, sich in einer von Männern dominierten Welt durchzusetzen, vor allem auch dann, wenn sie lieben und geliebt werden wollen. Ein anderes Thema ist der Schönheitswahn, für den Erzsébet Báthory buchstäblich über Leichen ging, der aber auch heute noch ein sehr großes Thema ist.

Julie Delpy, die nicht nur das Drehbuch schrieb, Regie führte und die Musik komponierte, sondern auch die Hauptrolle spielt, ist mit diesem Film ein Meisterwerk gelungen. Die anderen Hauptrollen werden von William Hurt (György Thurzó) und Daniel Brühl (István Thurzó) gespielt. Ich finde den Film sehenswert und gebe folgendes Rating:

4 Sterne

Information zu dem Film:

Weitere Information:

Amazon Link zu dem Film:

Bücher zu Erzsébet Báthory:

 

Simone Brummelhuis schreibt im The Next Women Business Magazine über die sieben Regeln des Erfolgs von Steve Jobs

1. Do what you love.

2. Put a dent in the universe.

3. Make connections.

4. Say no to 1,000 things.

5. Create insanely different experiences.

6. Master the message.

7. Sell dreams, not products.

Mir gefallen vor allem Regel 1 und Regel 4. Regel Nummer 4 ist aber auch gerade das, womit ich die meisten Probleme habe – “Nein” sagen, vor allem mir selbst gegenüber, fällt mir sehr schwer. Es gibt so viel, was Regel Nummer 1 entspricht. Mich interessiert so viel, viel mehr als ich je wirklich erfassen oder tun kann. Also muss ich “Nein!” sagen. Erfolg hat damit zu tun, dass man Prioritäten setzt und sich vom Allgemeinen zum Speziellen und Außergewöhnlichen hinbewegt.

Amazon-Link zur authorisierten Biografie über den Gründer von Apple:

 

Ich wollte soeben eine EBook-Datei im epub-Format in die Mediathek dieses WordPress-Blogs hochladen. Allerdings war das nicht so einfach, denn ich bekam folgende Meldung:

“Tut mir leid, aber aus Sicherheitsgründen ist dieser Dateityp nicht erlaubt.”

Nun habe ich die Meldung gegoogelt und habe dank flosenart eine Lösung gefunden, die es mir ermöglicht, auch diesen Dateityp hochzuladen.

Zuerst musste ich den MIME-Type von epub feststellen. Die Antwort fand ich bei Wikipedia: application/epub+zip.

  1. Öffne die functions.php-Datei im WordPress-Ordner “wp-includes” in einem Texteditor
  2. Suche die Funktion “get_allowed_mime_types()”
  3. Füge in der Liste der erlaubten Dateitypen folgendes hinzu:
    'epub' => 'application/epub+zip', (Komma nicht vergessen)
  4. Die Datei abspeichern und per FTP auf den Server, auf dem die WordPress-Installation liegt, in das Verzeichnis wp-includes laden.

Dieses Verfahren ist natürlich auch für andere Dateitypen gültig, aber man sollte sich eventueller Sicherheitsprobleme bewusst sein – die ich bei epub nicht sehe.

Bei dem nächsten Upgrade von WordPress muss ich wahrscheinlich die Datei wieder ergänzen.

 

Nun habe ich auch meinen Bericht von unserem Campingaufenthalt in Namibia in diesen neuen Blog übertragen.

Ihr findet ihn hier: Camping im Daan-Viljoen-Naturpark, Windhoek, Namibia

Wer diesen Bericht lieber auf seinem eBook-Reader lesen möchte: Hier ist die Datei im epub-Format (105 KB)

 

Als Science-Fiction- und Fantasy-Leserin kann man sich auf viele, noch so unwahrscheinliche, seltsame oder skurrile Ideen einlassen, wenn sie im Rahmen der Geschichte glaubwürdig sind. Der Vater ein Berg, die Mutter eine Waschmaschine, der eine Bruder ein Zombie, drei weitere Brüder russische Puppen, die ineinander leben, eine Geliebte, die Flügel hat… All das kann, wenn die Geschichte gut ist, überzeugen. Aber leider ist die Geschichte nicht so gut. Am Ende wusste ich nicht, was ich damit anfangen soll. Der Protagonist, Alan, kommt entweder aus einer Parallelwelt, oder er ist absolut verrückt. Das mit der Parallelwelt hat sich mir nicht erschlossen. Und verrückt? Ja, andere Personen in dem Roman meinen, dass er seltsam ist, aber irgendwie kommt er nicht so verrückt rüber, sondern eher exzentrisch. Und dass er seinen Zombie-Bruder ermordet (wieder einmal) löst diese Frage auch nicht auf. Ich habe in meinem Leben schon sehr viele Romane über Parallel- und Scheinwelten oder über Verrückte gelesen, hatte am Ende dann immer die Befriedigung, dass die Fäden zusammenlaufen und alles irgendwie schlüssig ist. Hier nicht.

Dazu kommt, dass noch ein zweiter Handlungsstrang in dem Roman vorkommt. Und hier tritt Cory Doctorow, der Aktionist, in Erscheinung. Das Weiterverwerten von elektronischen Schrott, das Anlegen eines stadtweiten WLAN-Netzes (a la Piraten) – das sind interessante Themen und als Populärsachbuch vielleicht auch wichtig. Aber verknüpft mit der Parallel- oder Scheinwelt von Allan irgendwie falsch.

Es sind also zwei Geschichten, die sich aber nicht wirklich gegenseitig befruchten und am Ende sitzt man da und fragt sich: “Hä?” Damit meine ich nicht, dass es wie das offene Ende einer Kurzgeschichte zum Weiterdenken anregt, sondern dass es verwirrt.

Von allen Büchern Cory Doctorows, die ich bis jetzt gelesen habe, war es sein Schlechtestes. Darum nur einen Stern.

Als EBook ist das Buch unter eine Creative-Commons Non-Commercial License frei verfügbar und kann von der Website des Autors heruntergeladen werden.

Die Druckausgabe kann bei diversen Buchhändlern erworben werden.

Amazon-Link:

Englische Augabe:

Deutsche Augabe:
Ich habe keine deutsche Ausgabe finden können.
 

Neulich wurde ich gefragt, was sich eigentlich hinter sogenannten RSS-Feeds verbirgt und nun möchte ich diese Frage mal hier etwas ausführlicher beantworten.

RSS-Feeds werden auch Newsfeeds genannt und meistens mit einem Icon wie diesem RSS-Feed-Icon gekennzeichnet. Sie sind eine ganz coole Sache!

In einer Welt mit Milliarden Internetseiten trifft man ganz schnell auf ein Problem: wie weiß ich, wenn es neue Inhalte auf meinen Lieblingsseiten gibt? Beispiel 1: Die Webseiten von Zeitungen und Zeitschriften wie faz.de oder spiegel.de werden fast minütlich aktualisiert. Nun kann man natürlich auf die Webseite gehen und die Seite immer wieder neu laden, aber viele der Aktualisierungen werden gar nicht auf der Hauptwebsite angezeigt, sondern auf eine Unterseite wie “Sport” oder “Kultur” – aber gerade für diese Themen interessiere ich mich. Also muss ich sowohl “Sport” als auch “Kultur” öffnen und immer wieder neu laden um die neuen Artikel zu sehen. Und dann sind die neuen Artikel mit alten Artikeln vermischt. Das macht es wieder schwierig, die neuen Artikel zu finden. Dann aber sehe ich, dass beide Webseiten RSS-Feeds anbieten:

rss - spiegel.de

und

rss - faz.de

Diese RSS-Feeds kann ich nutzen um über neue Artikel benachrichtigt werden. RSS-Feeds sieht man auf vielen Seiten. Sie kamen mit Blogs in die Mode. Auch dieser Blog bietet mehrere Feeds an:

rss www.anette-seiler.de

und

rss www.anette-seiler.de

Hier Weiterlesen >>>

Okt 142011
 

EBooks sind der neuste Hype und seitdem ich mein Motorola Xoom benutze, bin ich zur EBook-Leserin geworden.

Wenn ich anderen erzähle, dass ich auf EBooks umgestiegen bin, werde ich erstaunt gefragt, warum ich als Bibliothekarin, die ich doch Bücher liebe, nun EBooks lese und meine Papierbücher verkaufe. Ja, es stimmt, ich bin Bücherliebhaberin, aber bei dieser Liebe geht und ging es niemals um das Format, um die Tatsache, dass ein Buch aus Papier, Pappe und Tinte besteht. Ja, natürlich gibt es ein paar sehr schöne Exemplare in Codex-Form, aber das ist nicht das, was ich an Büchern am meisten mag. Das, was mich zur Bücherliebhaberin und dann zur Bibliothekarin machte, sind die Inhalte: die Geschichten, die mich unterhalten, die Fakten, die mich informieren. Und die Inhalte sind in EBooks nicht besser oder schlechter vorhanden als in Papierbüchern. Die einzige Ausnahme, die ich machen würde, sind große Bücher, wie Bildbände. Sie verlieren auf einem EBook-Reader. Aber für die anderen 99,9% der Bücher, die ich lese ist ein EBook-Reader ideal.

Es wird immer wieder gesagt, dass einem das Haptische fehlen würde, das Gefühl, ein Buch in der Hand zu haben, das Gefühl, das man beim Umblättern der Seiten haben würde. Und dann der Geruch: der Geruch von Tinte auf Papier. Aber ich merke, dass das für mich keine wichtigen Eigenschaften eines Buches sind. Ob ich nun eine Seite zwischen die Finger nehme oder auf den Bildschirm tippe um eine Seite umzublättern, ist mir egal. Und was den Geruch betrifft, so habe ich als Bibliothekarin schon die Erfahrung gemacht, dass auch Staub und Schimmel in die Nase steigt, und das ist nicht immer eine so tolle Erfahrung.

Ein anderes Argument gegen EBooks ist, dass EBook-Reader so schwer sind. Das hat jetzt nichts mit EBooks an sich zu tun, sondern mit den Geräten, auf die man sie liest. Ja, ein Tablet-Computer, wie der Motorola Xoom ist nicht leicht; er ist schwerer als ein Taschenbuch. Aber Bücher, vor allem die Hardcover-Variante, sind auch nicht immer leichter. Und genauso wie ich im Stehen nicht in meinem Tablet-Computer lesen würde, würde ich auch Bücher, egal ob Taschenbuch oder Hardcover nicht lesen. Außerdem kann man auch EBooks auf Smartphones lesen, und die sind nicht schwer.

Mein größtes Problem mit Büchern in Papierform ist, dass sie so viel Platz brauchen. Irgendwann sind die Regale zu klein. Ja, natürlich sieht eine Privat-Bibliothek mit Wänden voller Bücher schick aus und zeugt von Intellektualität (wenn man die Bücher dann auch liest), aber auf einem EBook-Reader kann man Tausende von Büchern speichern und wenn man noch eins dazu tut, nimmt es nicht mehr Platz weg. Überhaupt Platz: wenn ich jetzt in den Urlaub fahre, brauche ich nicht mehr einen Rucksack voller Bücher mitnehmen und das ist viel wert, wenn man auf Reisen immer Gepäckprobleme hat. Da ich meistens beim Bahnfahren lese, habe ich mit EBooks ein Problem weniger: oft kam es vor, dass ich ein Buch fertig hatte und kein neues zu Hand, weil ich vergessen hat, ein neues einzupacken. Jetzt lese ich ein Buch zu Ende und kann sofort ein neues anfangen, weil ich eine ganze Bibliothek von Büchern dabei habe.

Dann bleibt noch das Strand-Argument. Man kann EBooks schlecht auf dem Strand lesen, weil so ein Reader ja schon einen Wertgegenstand darstellt und weil man ja aufpassen muss, dass kein Sand reinkommt. Meine Erfahrung ist, dass ich eigentlich sehr wenig am Strand lese. Ich nehme zwar immer Bücher mit, aber schlage sie kaum auf, weil ich dann doch lieber schwimmen oder spazieren gehe. Ich bin nicht der Typ, der stundenlang in der Sonne liegt. Ich könnte mir also vorstellen, beim nächsten Strandbesuch eher eine Zeitschrift als ein Buch mitzunehmen.

Deshalb habe ich auch nicht das Problem mit der Leserlichkeit. Es wird oft gesagt, dass man Bildschirme nicht so gut lesen kann wie Papier. Die Auflösung auf Papier ist einfach besser. Meine Erfahrung ist, dass ich stundenlang Ebooks lesen kann ohne dass meine Augen ermüden. Ein Grund dafür ist vielleicht auch, dass man auf einem EBook-Reader Aspekte wie Schriftgröße und Hintergrund- und Schriftfarbe leicht anpassen kann. Zuviel Licht auf dem Bildschirm ist zwar auch unangenehm, aber erstens ist Sonnenlicht auf weißem Papier auch nicht immer toll und zweitens lese ich wie gesagt, nicht unbedingt in der Sonne.

Und dann gibt es noch einen ganz klaren Vorteil von EBooks gegenüber Papierbüchern: man kann sie auch (je nach EBook-Lesegerät) nachts, ohne Licht lesen. Ich stelle meinen Reader bei Dunkelheit einfach auf Nacht-modus um und kann dann auch in dunkelsten Räumen ohne Lampe lesen.

Mein persönliches Fazit ist: EBooks sind in vielerlei Hinsicht besser als Papierbücher. In Zukunft werde ich, wo ich kann, eher EBooks als Papierbücher kaufen und lesen.


Amazon-Links zu dem Thema:

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