Gewandert August 2008
Die Wanderung ist auf einem Flyer der S-Bahn Berlin beschrieben. Unten gibt es eine Kopie. Ich bin eine etwas andere Route gegangen. Sie ist hier aufgezeichnet:

Der Weg hat mich enttäuscht. Vielleicht war es auch die Wegbeschreibung. Sie war einfach nicht ausführlich genug als dass man sich vorher ein Bild hätte machen können, was einem erwartet. Man braucht auf jeden Fall mehr als die Karte im Flyer.
Der Weg von der S-Bahn-Station zum Spreetunnel entlang der Bölsche-Straße in Friedrichshagen war schön – wenn man dann in der Stadt wandern möchte. Es ging vorbei an der Brauerei, durch einen Park bis zum Spreetunnel und der Anlegestelle der Boote. Dort stehen einige Bänke in Schatten und Sonne – eine gute Stelle zum picknicken. Allerdings fehlen öffentliche Toiletten. Jedenfalls habe ich keine auf der Schnelle gesehen.
Ich hatte gehofft, dass der weitere Weg entlang des Müggelsees gehen würde, vielleicht über eine Uferpromenade, aber das war nicht der Fall. Das Seeufer gehört zu den Häusern. Es gibt dort keinen Weg. Man muss den Müggelseedamm entlang gehen. Dieser war zwar schattig und breit und angenehm zu gehen, aber es macht nicht viel Spaß an einer dichtbefahrenen Straße entlang zu laufen. Der Hund musste natürlich an der Leine bleiben. Penny mag Bürgersteig nicht besonders und nach den 1,5 km die Bölsche-Straße herunter ging es nun noch ein langes Stück immer einer Straße entlang. Auch für mich gab es, wenn man von den Häusern absieht, kaum was interessantes zu sehen.
Vielleicht habe ich es auch verpasst, weil ich am Museum vorbeigegangen bin anstatt rein. Aber ich wollte eigentlich nur zum See selbst. Endlich war die Stadt zu Ende und endlich ging es rechts in einen Wald zum See hinunter. Penny konnte frei laufen und freute sich auf Wald und See.
Der Wald ist FKK-Gebiet. Man trifft also nackte Menschen. Ich fand es aber nicht aufdringlich. Dadurch, dass das Gebiet in einem Wald ist, wird viel Privatsphäre geboten. So ging auch ich schwimmen. Der See war, da viel größer, um einiges unruhiger als Schlachtensee und Krumme Lanke. Auch war das Ufer nicht sandig, sondern steinig und die Steine waren auch nicht schön rund. Ich habe mir an zwei Stellen die Füße aufgeschnitten. Also: wer dort schwimmen sollte, sollte sich Wasserschuhe mitnehmen. Und man muss mehr auf die Schwäne achten.
Nach der Erfrischung und einem kleinen Picknick wollte ich weiter nach Rahnsdorf. Aber nach einem guten Stück Wald kam wieder ein Zaun. Dahinter lag ein Lager für Kinder- und Jugendliche. Penny und ich mussten wieder zurück zur Straße. Das fand ich ziemlich frustrierend.
Nach einem Stück Straße runter lag auf der anderen Seite eine Tramstation (“Licht- und Luftbad Müggelsee”). Dort gab es Öffnungen in der Leitplanke und ich bin rüber, auf die andere Seite und durch den Wald bis zur S-Bahn. Dann nach links, immer an der S-Bahn-Linie entlang in Richtung Friedrichshagen. Zwar wurde die Ruhe ab und zu durch Züge unterbrochen, aber im Großen und Ganzen war die Strecke sehr friedlich – hier gab es am meisten Natur.
Als der Weg dann nach Friedrichshagen kam, war er nicht mehr schön. Man hätte zwar weitergehen können bis zur Bahnstation in Friedrichshagen, aber immer entlang einer Straße und ohne irgendwelcher schönen Natur oder Kultur auf dem Weg. Es gab dort eine Tramstation (“Wasserwerk Friedrichshagen”) und es kam auch ziemlich bald eine Tram vorbei, so dass wir bis zum Bahnhof gefahren sind.
Einerseits hat mir gefallen, dass man auf dieser Wanderung sehr viel weniger Menschen begegnet ist als an der Grunewaldseenkette und auch Friedrichshagen war ein gutes Ziel, aber ich war von der Wanderung enttäuscht. Vielleicht habe ich das beste verpasst, da ich anders gelaufen bin, aber ich würde sie niemanden empfehlen.



