Wenn man sich die immer schneller werdenden Veränderung der modernen Welt anschaut, wird man skeptisch, ob ein Science Fiction-Klassiker, der vor mehr als hundert Jahren geschrieben wurde – in einer Zeit vor Fernsehen und Computer, in einer Zeit, in der die Protagonisten ihre Wohnungen mit Kerzen beleuchten – noch relevant sein kann. Aber “The Time Machine” von H.G. Wells ist auch im 21. Jahrhundert noch sehr lesbar.

Die Geschichte handelt von einem Zeitreisenden, der am Ende des 19. Jahrhunderts mehr als 800 000 Jahre in die Zukunft reist. Die Welt, die er antrifft scheint ein Paradies zu sein, wenn auch die Menschen degeneriert und eher wie Kinder sind. Aber dann stellt er fest, dass nicht nur die “Eloi”, wie sich die Menschen nennen, auf der Erde leben, sondern auch, und zwar im Dunkel unter der Erde, die Morlocks. Und er stellt fest, dass die Erde doch nicht das Paradies ist, wie es scheint.

Die Geschichte ist mehr als eine gute Story zum Thema Zeitreisen, sondern auch eine Kritik der gesellschaftlichen Umstände und Klassengemeinschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts und danach. Es stellt sich die Frage, was mit den Menschen passieren würde, wenn sie in paradiesischen Umständen leben würden. Vielleicht ist folgendes Zitat die Antwort auf die Frage: “It is a law of nature we overlook, that intellectual versatility is the compensation for change, danger, and trouble. An animal perfectly in harmony with its environment is a perfect mechanism. Nature never appeals to intelligence until habit and instinct are useless. There is no intelligence where there is no change and no need of change. Only those animals partake of intelligence that have to meet a huge variety of needs and dangers.”

Meine anfängliche Skepsis hat sich überhaupt nicht bewahrheitet und man kann dieses Buch jedem Science Fiction-Fan empfehlen.


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Bildquelle: http://en.wikipedia.org/wiki/File:The_Time_Machine_Classics_Illustrated_133.jpg

 

George Orwell ist berühmt für seine Romane “1984″ und “Animal Farm”. Aber er hat mehr als das geschrieben, Bücher, die zwar fast in Vergessenheit geraten, dennoch aber sehr lesenswert sind. Eins ist “Coming up for Air” (Deutsch: Auftauchen, um Luft zu holen).

Es ist England, kurz vor dem zweiten Weltkrieg. George, 45 Jahre alt, Versicherungsvertreter und an sich ein sehr realistischer Mensch, wird durch Zufall an seine Kindheit auf dem Dorf erinnert. Er hat eine Eingebung, zwanzig Jahre später zu diesem Dorf zurückzukehren – um mal wieder Luft zu holen (wie es im Titel heißt).

Es geht hier vor allem um Veränderung, ohne die Vergangenheit zu verklären, darüber, dass der Wunsch, “mal Luft zu holen” unerfüllt bleiben kann, da es die “Luft”, die wir atmen wollen, nicht mehr gibt. Da wir in einer Welt leben, die sich immer mehr und immer schneller ändert, ist das Buch immer noch aktuell. Und, so kurz vor dem zweiten Weltkrieg, werden auch Themen aufgegriffen, die Orwell in “1984″ voll ausgebildet hat. Der Protagonist schaut also nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft, und die Änderungen, die diese bringen wird.

Das Buch hat keinen spannenden Plot wie ein Krimi oder ein Thriller. Die ersten Zweidrittel handeln über die Kindheit, das letzte Drittel über den Besuch zwanzig Jahre später. Und dennoch war es keineswegs langweilig. Im Gegenteil: ich konnte diesen Roman kaum aus der Hand legen.

Es ist eine meisterhafte Erzählung, der ich vier Sterne gebe.


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Heute möchte ich mal wieder über eine Kurzgeschichte von Frederick Pohl schreiben.

The Hated handelt von einem Raumfahrer, der nach einer zweijährigen Marsexpedition zurück auf der Erde ist. Er ist absolut getrieben von Hass auf die seine Mitraumfahrer der Expedition und der Grund wird auch gegeben: sie mussten die zwei Jahre auf engsten Raum (zu sechst in einer Raumkapsel so groß wie ein Buick) verbringen. Während der Expedition hat irgendein Mechanismus sie davon abgehalten, sich gegenseitig umzubringen, aber nach der Expedition funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr.

Es ist eine recht dunkle Geschichte, sehr gut geschrieben, mit zwei unerwarteten Wendungen am Ende.

Ich liebe Pohl für seine Gateway-Triologie, die einen immer wieder zum Schmunzeln bringt. Aber Pohl hat auch Bücher wie Man Plus geschrieben, die sich eher mit der dunklen Seite der Psyche auseinander setzt. The Hated gehört zu letzteren Geschichten.

Sehr lesenswert.


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Da mir “Animal Farm” so sehr gefallen hatte, wollte ich einen weiteren Orwell lesen. “1984″ wäre vielleicht angebracht gewesen, aber das Buch hatte ich schon vor Jahren gelesen und wollte etwas Neues. Also habe ich mir “A Clergyman’s Daughter” vorgenommen.

Das Buch beschreibt fünf Stationen im Leben von Dorothy, der Tochter eines Pfarrers. Zuerst wird ihr Leben als Gemeindehelferin beschrieben, das Dorothy als ernsthafte, gläubige Frau zeigt, die bis zum Umfallen arbeitet und auch noch alle Sorgen auf sich nehmen muss, die ihr Vater einfach ignoriert. Dann verliert sie ihr Gedächnis und findet sich in London wieder (wie das passierte, wird nie gesagt). Um zu überleben, arbeitet sie als Hopsflückerin. Als die Saison zu Ende ist, lebt sie wieder für ein paar Tage als Obdachlose in London. Inzwischen hat sie ihr Gedächnis wiedererlangt, aber da in ihrem Heimatdorf inzwischen die wildesten Geschichten über ihr Verschwinden geklatscht werden, möchte der der Vater, aus Angst darüber “was die Leute sagen werden” sie nicht ins Dorf zurück holen. Sie wird Lehrerin an einer furchtbaren Privatschule. Zum Schluss kann sie in ihr Heimatdorf zurückkehren und kehrt, obwohl sie inzwischen den Glauben verloren hat, auch in das alte Leben zurück.

Diese Geschichte ist bei weitem nicht so genial wie “Animal Farm” oder “1984″, aber ich fand sie dennoch sehr spannend. Sie führt zum Nachdenken über die Gesellschaft, Kirche, Bildung und Glauben.


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“Animal Farm” (Deutsch: Farm der Tiere) ist wohl, nach “1984″, das bekannteste Werk Orwells. In dieser Fabel revolutionieren die Tiere einer Farm erfolgreich gegen die Menschen und wollen nun eine bessere Welt für sich schaffen, in der alle gleich sind. Aber am Ende sind einige doch gleicher als andere.

Während “1984″ sehr düster rüber kommt, hat man bei “Animal Farm” öfters mal ein Lächeln auf den Lippen – aber die Geschichte ist deswegen keine seichte. Im Gegenteil: Orwell zeigt hier die Auswüchse des Sozialismus. Und vor allem: diese Geschichte ist heute noch so aktuell wie damals, als sie geschrieben wurde. Man denkt da sofort afrikanische Länder und ihre Regierungen, aber man braucht gar nicht so weit zu schauen. Selbst hier, im “zivilisierten” Europa, sind dieselben Muster zu erkennen.

Eines der besten Bücher überhaupt und sehr zu empfehlen!

Bewertung: 5 Sterne


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björnstjerne björnson

Im Augenblick lese ich eine Sammlung von Kurzgeschichten, die am Anfang des 20. Jahrhunderts publiziert wurde. Ziel dieser Sammlung ist es, Schülern gute Kurzgeschichten vorzustellen und ihnen für die Verfassung eigener Kurzgeschichten eine Anleitung zu geben. Die Geschichten der Sammlung sollen also die Essenz der Kurzgeschichte zeigen.

Autor der ersten Geschichte ist Bjørnstjerne Bjørnson, der für sein Werk den Literaturnobelpreis bekam. “The Father” beschreibt kurze Gespräche eines Vaters mit dem Pfarrer über den Sohn. So werden die Taufe, die Konfirmation und die Trauung des Sohnes arrangiert. Dann passiert etwas Einschneidendes und der Bericht darüber ist die einzige Passage des Buches, die nicht ein Dialog mit dem Pfarrer ist, ja, wo der Pfarrer gar nicht vorkommt: der Sohn ertrinkt.

Die Geschichte zeigt die Beziehung des Vaters zum Sohn und wie diese Beziehung auch die Beziehung des Vaters zu anderen, zur Gemeinde, ändert.

Nach dem ersten Lesen hätte ich der Geschichte drei Sterne gegeben. Nun, nach weiterem Nachdenken, werde ich ihr vier Sterne geben, denn meisterhaft zeigt Bjørnson, wie man mit sehr wenigen Worten sehr viel sagen kann. Ich freue mich, dass ich noch einiges von dem Autor auf meinem EBook-Reader habe.

Der Text des Buches ist auf Project Gutenberg zu finden. Ich habe es ins EPUB-Format konvertiert und es ist von dieser Website erhältlich.


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Heute bin ich auf eine sehr empfehlenswerte Seite in Sachen ebooks geraten: mobileread.com

URL: http://www.mobileread.com

Allen, die deutsche EBooks suchen, sei diese Unterseite empfohlen:

http://wiki.mobileread.com/wiki/Free_eBooks-de/de

Hinter dieser schlichten Tabelle verbergen sich hunderte deutsche Bücher aus der Weltliteratur.

Für jedes Buch gibt es einen Forumseintrag mit mehr Information zum Autor oder Buch selbst, z.B.:

Am Ende des Beitrags findet man dann Links zum Download des Buches in verschiedenen Formaten:

Der Download ist schnell und problemlos.

Die Seite bietet aber weitaus mehr als Downloads von EBooks. Sie ist eine wahre Fundgrube von Informationen zum Thema EBooks und EBook-Reader, wie die Hauptseite zeigt:

Wenn man über neuen EBooks auf der Seite benachrichtigt werden will, kann man einen RSS-Feed abonnieren.

Ich werde noch eine Weile brauchen, bis ich mir alles angesehen habe. Dies ist wirklich eine Seite, die sehr zu empfehlen ist.


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URL: http://www.wordplay-kmweiland.blogspot.com/

Wordplay ist ein englischer Blog mit kurzen, lesenswerten Artikeln übers Schreiben. Alle zwei bis drei Tage erscheint ein neues Posting – dennoch wird man nicht erschlagen, denn der Autorin gelingt es, Dinge mit wenigen Worten auf den Punkt zu bringen. Hier bekommt man wirklich praktischen Rat zum Schreiben.

Empfehlenswert!


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Vor ein paar Tagen habe ich einen Artikel zu deutschen EBook-Preisen aus Konsumersicht geschrieben. Nun habe ich recht interessantes Video auf wort-satz-buch.de gesehen, in dem es darum geht, wie man als deutscher Autor den Preis für ein EBook bestimmen kann. Interessant war es für mich auch, da es auch um Buchpreisbindung und Selbstpublishing ging.

Hier das Video:

Hier ist der Link: http://www.wort-satz-buch.de/wie-teuer-darf-ein-e-book-sein/

Spannend fand ich den Abschnitt, der auch bei anderen Bloggern schon angesprochen wurde: wenn ein Buch billig ist, vermuten Käufer eher Ramsch und kaufen es nicht. Zu niedrige Preise können also verkaufsschädigend sein. Käufer sind durchaus bereit, für Qualität ein paar Euro mehr auszugeben. Nur muss der Preis dann auch halten was er verspricht.

Am Ende geht es bei einer Kaufentscheidung nicht nur über den Preis. Wenn man ein Buch wirklich braucht, ist man auch bereit, mehr zu zahlen. Natürlich ist das Gegenteil auch wahr: wenn man ein Buch nicht wirklich braucht, ist man nicht bereit, exorbitante Preise zu zahlen. Die Schwierigkeit für den Verkäufer liegt darin, diesen Punkt, wo der Preis für die meisten Käufer stimmt, zu finden.


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Hin und wieder finde ich im Internet einen Hinweis auf eine Seite mit gratis EBooks, die ich mir notiere um sie mir dann mal bei Gelegenheit anzuschauen. Das ebookdirectory.com ist eine solche Seite.

URL: http://ebookdirectory.com/

Nur englische EBooks.

Wenn man von anderen EBook-Seiten verwöhnt ist (Übersicht hier), dann ist diese Seite sehr gewöhnungsbedürftig. Hier ein Screenshot:

Hier ist nichts übersichtlich. Werbung dominiert. Man kommt sich ein wenig so vor wie auf diesen Seiten, die gratis Clip Art oder Computerschriften versprechen. Eigentlich sind es nur von Werbung dominierte Linkseiten zu qualitativ minderwertiger Ware, die dann so nebenbei noch mindestens drei Pop-Up-Fenster gleichzeitig öffnen wollen. Nein, ganz so schlimm ist ebookdirectory.com nicht, aber man fühlt sich nicht gerade wohl auf der Seite.

Auf der linken Seite, zwischen all der Werbung findet man dann Links zu den verschiedenen Kategorien von EBooks:

Wenn man dann auf eine Kategorie, z.B. Literature klickt, werden die Treffer zum Link in der Mitte angezeigt. Bei dieser Trefferanzeige stört mich schon mal eins: Links zu einzelnen EBooks werden vermischt zu Links von anderen Seiten über EBooks. Leider sind viele der Links sind inzwischen tot.

Aber man findet auch Bücher über diese Seiten. Unter Literature habe ich vor allem Fantasy, Science Fiction und Krimis gefunden, einige sehen so vielversprechend aus, dass ich sie herunterlade.

Es gibt sogar ein wenig Qualitätskontrolle. Man kann die einzelnen Links raten und rezensieren. Das ist hilfreich um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Je mehr ich mich mit der Seite beschäftige, desto mehr wird mein erster, etwas negativer Eindruck abgebaut. Ja, es fehlt ein wenig an Übersichtlichkeit, ja, es findet sich auch viel Schrott, aber eben auch ein paar interessante Treffer. Wer also neuere englische EBooks sucht, mag hier fündig werden.


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