Coming Out to Truth – Homophobie

 

Es ist eine Tatsache, dass, auch wenn wir glauben, dass Gott uns Lesben und Schwule liebt und akzeptiert wie wir sind, man dies nicht von allen unserer christlichen Brüder und Schwestern behaupten kann.


In einen Brief an einen heterosexuellen Freund, der ihre lesbische Beziehung verdammte, sagte eine christliche Frau:

That is EXACTLY what you mean: that because my faithful love in private is directed towards a person of the same gender, it is every bit as filthy and disgusting and nasty as promiscuous public fucking in a park restroom glory hole. When you condemn all homosexual expressions without exception – the faithful love along with the lascivious fornicating – by “hating the sin and loving the sinner,” you have to put me into a cattle car as though I were not a human being to you… That kind of love doesn’t have a damned thing to do with the Lord Jesus Christ. It is naked, ugly, distorted, diseased, filthy, nasty, obscene, disgusting, God-forsaken PREJUDICE. And THAT*IS*SIN – snake-bitten, hissing, original sin: “You shall be as gods, knowing – and judging – good and evil.”

Sollen wir wegen der Homophobie anderer Christen das Christsein aufgeben?

We refuse to forsake Christianity simply because the majority of biblical Christians do not accept us as fellow believers. We know that God has accepted us! And that’s what counts.


(Fred E. Pattison)

Viele Televangelisten und Prediger verdammen Homosexualität und Lesben und Schwule. Fälschlicherweise predigen sie, dass Homosexualität unnatürlich, sündig und unmoralisch sei. Die Bibel aber sagt:

Titus 1:15

Den Reinen ist alles rein; den Befleckten aber und den Ungläubigen ist nichts rein, sondern befleckt ist sowohl ihre Gesinnung als auch ihr Gewissen.

Wir dürfen die Homophobie anderer Christen auch nicht einfach ignorieren, denn es steht auch in der Bibel:

Psalm 133:1

Siehe, wie gut und lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen.

Viele homophobe Christen erregen unseren Zorn. Aber sie sollten eher unser Mitleid erregen. Sie sind voller Hass und Zorn und können deswegen nicht in Liebe, Friede und Freude leben. Es ist wichtig, sich folgendes bewusst zu sein:



  • Verwechsle nicht die Waffe mit dem Feind.

    Epheser 6:12

    Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die Geister der Bosheit in der Himmelswelt.


    Homophobe Christen sind Opfer.


  • Sei vorsichtig, dass du nicht das wirst, was du hasst. Wenn du auf Hass mit Hass reagierst, wirst du wie die Person, die dich hasst.

  • Gewinne sie durch dein Leben und deiner Liebe

  • Liebe ist nicht beliebig. Auch wenn andere uns hassen, müssen wir sie lieben.

Habe eine positive Einstellung heterosexueller Christen gegenüber. Sie sind unsere Brüder und Schwestern in Christus. Wir sollten nicht eine Heterophobie entwickeln nur weil manche Christen uns mit Homophobie begegnen.


Wir wurden berufen zu lieben – auch unsere Feinde, auch die, die uns verdammen:

Matthäus 5:43-48

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist; denn er lässt die Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Und wenn ihr allein eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe? Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

Dies können wir folgendermaßen ausleben:



  • Zeige deine Liebe zu Gott und deinen Nächsten, so wie Jesus uns befohlen hat.

    Matthäus 22:36-40

    Lehrer, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Er aber sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.


  • Zeige christliche Liebe zu anderen Gläubigen. Christen, die einander lieben sind die beste Demonstration der Realität des Evangeliums.

    Johannes 13:34-35

    Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.


  • Fordere biblische Maßstäbe auf den Gebieten der Moral, Ethik und Sex.

  • Beziehungen zu anderen sollten Christus-zentriert sein. Treue ist für Gott sehr wichtig.

  • Sorge dich darum, dass deine Gemeinde eine biblische Lehre predigt:

    Titus 2:1

    Du aber rede, was der gesunden Lehre geziehmt.


    Judas 3-4

    Geliebte, da ich allen Fleiß anwandte, euch über unser gemeinsames Heil zu schreiben, war ich genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen, für den ein für allemal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen. Denn gewisse Menschen haben sich heimlich eingeschlichen, die längst zu diesem Gericht vorher aufgezeichnet sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Ausschweifung verkehren und den alleinigen Gebieter und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.


  • Sei ein Zeugnis zu anderen von der rettenden Liebe Christi.

    Römer 1:16

    Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen.


  • Helfe Christen Jünger Jesu zu sein:

    Matthäus 28:18-20

    Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, indem ihr diese tauft auf dem Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrt alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.

  • Zeige jedem, dass es einen besseren Lebensstil gibt, das Leben in Christus. Zeige, dass Religion nicht die Antwort ist, sondern nur Jesus Christus.

    Philipper 1:21

    Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.


    Philipper 3:7-14

    Aber was auch immer mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust geachtet; ja wirklich, ich achte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck achte, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde – indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens -, um ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden zu erkennen, indem ich seinem Tod gleichgestaltet werde, ob ich irgendwie hingelangen möge zur Auferstehung aus den Toten. Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet sei; ich jage ihm aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin. Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.



Teil einer positiven Haltung ist auch sich zu freuen (im geistlichen Sinn) wenn man von den beiden Gruppen auf die man sich als Christ am meisten verlässt (Familie und Gemeinde) verfolgt wird. Man lernt auf Gott zu vertrauen und nicht auf Menschen. Die Kirche wird nicht mehr als Abgott angebetet, sondern wir beten den lebendigen Gott an. Oft begegnen wir Verfolgung mit Zorn und Ärger wegen der Verletzung und Beschämung, der wir ausgesetzt sind. Die Bergpredigt gibt uns einige Richtlinien, wie wir auftreten sollten.

Matthäus 5:21-24

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch, dass jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka! den Hohen Rat verfallen sein wird; wer aber sagt: Du Narr! der Hölle des Feuers verfallen sein wird. Wenn du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin, versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und bring deine Gabe dar.

Jesus sagt nicht, dass wir nicht zornig sein dürfen, dass wir den Zorn, den wir fühlen verdrängen sollen. Wir müssen unseren Zorn erkennen und akzeptieren.


Wir sollen uns mit unseren Feinden versöhnen. Wir sollen nicht warten bis der andere sich mit uns versöhnen möchte, sondern wir sollen den ersten Schritt tun.


Später in der Bergpredigt sagt Jesus:

Matthäus 5:44

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.

Die Liebe, von der Jesus hier spricht, hat nichts mit Emotionen zu tun, sondern ist eine Sache des Willens. Wir entschließen uns den anderen zu vergeben, für den anderen zu beten. Wenn wir für den anderen beten kommen wir aus Passivität in Aktivität. Wir sind nicht mehr Opfer, sondern Handelnde. Wir öffnen uns durch Gebet der Liebe Gottes für den, der uns unterdrücken will.


Man kann auf zweierlei Art auf Verfolgung reagieren:



  1. Wir sehen uns als Opfer, als schwächer, sündiger, niedriger
  2. Wir rebellieren

Jesus tat keins von beiden. Er ging den dritten Weg:

Matthäus 5:38-41

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn jemand dich auf deine rechte Backe schlagen wird, dem biete auch
die andere dar; und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Unterkleid nehmen will, dem lass auch dem Mantel. Und wenn jemand dich zwingen wird, eine Meile zu gehen, mit dem geh zwei.

Schlagen, den Mantel geben, eine Meile zu gehen – das waren alles Formen der Unterdrückung. Indem wir die andere Wange hinhalten definieren wir die Art der Beziehung zum anderen. Wir übernehmen die Kontrolle über die Situation und treten so aus der Rolle des Unterdrückten und Rebells hinaus.


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22. Mai 1998

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