Coming Out to Truth – Sex

 

Alle Christen, ob homo- oder heterosexuell, müssen entdecken, dass die Freiheit in Christus nicht bedeutet, dass man machen kann, was man will. Für Schwule und Lesben gibt es – wie für Heterosexuelle – eine sexuelle Moral. Sie beinhaltet die bewusste und absichtliche Wahl einer sexuellen Ausdrucksweise, die geistliche Prinzipien verwirklicht und die Gott Ehre und Ruhm durch den persönlichen Lebensstil geben.


Unser sexuelles Leben sollte ein heiliges Leben sein. Heiliges Leben bedeutet ein Leben das folgendes auslebt: Gott mit allem zu lieben, was wir sind und unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst.


Ein Gebiet in Leben eines jeden Christen, das unter Kontrolle gebracht werden sollte ist Lust. Mit Lust meine ich hier das egoistische Befriedigen eigener Bedürfnisse. Lust ist Teil der fleischlichen Natur eines jeden Menschen. Lust kann unter Kontrolle gebracht werden, oder es kann ihr erlaubt werden das Leben zu kontrollieren.


Lust ist fundamental egoistisch. Sie ist eine Haltung von “Ich zuerst und immer”. Sie kümmert sich nicht um die Gefühle anderer. Sie gibt niemanden Rechenschaft uns ist unverantwortlich. Lust begiert Macht um jeden Preis.


Lust kann mit Hilfe des Heiligen Geistes unter die Kontrolle des Gläubigen gebracht werden, denn Enthaltsamkeit ist eine der Gaben des Geistes (Galater 5:22).


Das Gegenteil von Lust ist Liebe.


In jeder sexuellen Beziehung sollte Liebe das Maß sein mit dem die Beziehung gemessen wird. Dieser Sex schließt folgendes ein: Liebe, Vertrauen, Respekt, Standhaftigkeit und Treue. Bedeutungsloser, anonymer Sex wird hier ausgeschlossen. Promiskuität und Zügellosigkeit macht aus dem Partner ein Ding, ein Subjekt das dazu da ist einem einen Orgasmus zu geben. Dies nimmt ihm seine Integrität, seinen Wert, seine Menschlichkeit.


Sex sollte also in einer liebenden Beziehung geschehen. Andreas Frank sagt in “Engagierte Zärtlichkeit”:

Eine Beziehung hilft, Schwulsein alltäglich zu leben und Identität zu festigen. … Der Bezug (freundschaftlich oder in einer Liebesbeziehung) zu anderen Schwulen ist für den Aufbau einer selbstbewussten gleichgeschlechtlich empfindenden Identität und damit zu einer reifen Liebesfähigkeit sehr hilfreich.

Mehr als 40% aller Schwulen warten mit ihrem Freund länger als ein Jahr lang, bis es zur ersten sexuellen Intimität kommt.


83% aller Schwulen ist der Meinung, dass für sie Sexualität ohne Liebe nicht möglich ist.


75% aller Schwulen streben eine feste, langjährige und monogame, treue Partnerschaft als Lebensgemeinschaft an, eine Lebensgemeinschaft, die einer Ehe ähnelt.

Durch Zärtlichkeit und Sex kann man viel mehr als Lustbefriedigung erfahren und bewirken: Geborgenheit geben und empfangen, sich anvertrauen, schutzlos zeigen und geschützt werden. Lebensmut gewinnen und weitergeben.

(Engagierte Zärtlichkeit / Andreas Frank)


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22. Mai 1998

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